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 So schön können drei Punkte sein


Der EHC Seewen kämpft sich sensationell zum 3:2-Sieg gegen Chur. 650 Fans feierten den Erfolg.

Maurus Michel kämpft mit Churs Yanick Sablatnig um den Puck.

Erhard Gick

Ja, so gefällt Seewen den Fans. Fast 650 feuerten und peitschten gestern Abend den EHC Seewen zum verdienten Sieg. Mit 3:2 führte Seewen bis zur 60. Minute. Dann spedierte Rüegger den Puck über die Bande. Chur hatte seinen Hüter bereits für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen. Ein Anspiel vor Rüeggers Kasten, aber auch das Techtelmechtel der Churer nützte nichts mehr.

Seewen hat sie geholt, die drei Punkte. «Keinen Schönheitspreis», hatte Trainer Albert Malgin vor dem Spiel gefordert. Schön war es trotzdem. Ein Arbeitssieg, ein Chrampfen aller Spieler. Die drei Punkte waren verdient. Chur war ein guter und ebenbürtiger Gegner.

Doppelschlag der Churer und Gegentor Seewens

Schnelle Wechsel und einige verdeckte Schüsse waren die erste Ausbeute aus dem Spiel Seewen gegen Chur. So richtig gefährlich wurde es aber im Startdrittel in den ersten Minuten noch nicht. Das änderte sich aber in der 15. Spielminute, als Märchy einen ersten Schuss auf den Churer Hüter lancierte und der den Puck unter sich vermutete. Bettinaglio reagierte am schnellsten auf den hinter Sarkis frei liegenden Puck. Seewen führte nicht unverdient mit 1:0. Im Mitteldrittel zeigte sich Seewen in Kampflaune. Jetzt versuchten alle Linien aus allen möglichen Winkeln den Abschluss und es brannte oft vor Churs Tor. In der 35. Minute schickte Chur zu viele Spieler aufs Eis. Seewen konnte ein ausgezeichnetes Powerplay aufziehen und, endlich, es klappte und wie. Eine sensationelle Kombination von Fries zu Zurkirchen und Seewen führte 2:0. Das ist Powerplay.

Zwei Sekunden vor der Pausensirene, Seewen spielte in Unterzahl, löste sich Noll zu einem Konter. John riss in von den Beinen. Weshalb es von Head-Schiri Schober nur eine 2-Minuten-Strafe gab und nicht Penalty blieb ein Rätsel, zumal Noll der vorderste Spieler war.

Chur startete effizient ins Schlussdrittel. Erst Bucher, dann Schommer sorgten für den Anschluss- und Ausgleichstreffer. Der zweite Churer Treffer war ein krasser Verteidigungsfehler Seewens. Seewen reagierte umgehend, Bettinaglio stellte die Führung in der 45. Minute wieder her.

EHC Seewen - EHC Chur 3:2 (1:0, 1:0, 1:2)

KEB Zingel, Seewen. 647 Zuschauer. - SR: Schober, Allenspach/Amport.

Tore: 15. Bettinaglio (Märchy) 1:0. 35. Zurkirchen (Fries, Teamstrafe Chur) 2:0. 44. (43:20) Bucher (Scherrer) 2:1. 45. (44:11) Schommer 2:2. 45. (44:34) Bettinaglio (Märchy) 3:2. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Seewen; 3mal 2 Minuten gegen Chur. EHC Seewen: Rüegger; Schnüriger, Michel; R. Büeler, Kohli; T. Büeler, Liechti; Portmann, Fries, Zurkirchen; Tschudi, Christen, Wellinger; Gisler, Arnold, Steiner; Märchy, Noll, Bettinaglio; Reichmuth. EHC Chur: Sarkis; R. Fischer, John; S. Fischer, Schnetzer; Stiffler, Roussette; Egger, Neurauter; Schommer, Bucher, Liechti; Scherrer, Bischofberger, Sablatnig; Sieber, Rutzer, Vrabec; Capaul, Moser, Kobel. Bemerkungen: Seewen ohne Scheiber und Schön (rekonvaleszent), Ramon Schnüriger, Fabio Langenegger (Junioren). 59. Time out Chur. 60. Chur ohne Sarkis für 6. Feldspieler.