News


 Seewen findet kein Rezept zum Sieg


Seewen unterliegt Dübendorf nach zwei faden und einem starken Schlussdrittel 0:3.

Seewens Claudio Zurkirchen (links) im Zweikampf mit Dübendorfs Nils Pfister. Bild: Erhard Gick


Erhard Gick

Dübendorfs Schmidli hätte in der 56. Spielminuten die definitive Spielentscheidung bereits einleiten können. Zu diesem Zeitpunkt machte Seewen viel Druck und versuchte, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Schmidli nutzte einen Konter und versiebte aber die Möglichkeit oder besser, Liechti behielt die Schwyzer mit einem Big save im Rennen. 0:2 führte Dübendorf und Seewen gab in den letzten fünf Minuten nochmals Vollgas. Aber jetzt hatten die Zürcher das Glück auf ihrer Seite gepachtet. Als Chefcoach Malgin kurz vor Spielende seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzte, knallte Hardmeier die Scheibe noch zum 0:3 in die Maschen.


40 eher fade Spielminuten von Seewen
Schon das Startdrittel entscheiden die Dübendorfer klar für sich, nicht nur Tore mässig, auch was die Spielanteile betrifft. Dübendorf war den Schwyzern in den ersten 20 Minuten eine Nasenlänge voraus. Seewen hatte zwar seine Chancen, etwa durch Zurkirchen oder durch Steiner. Letzterer wurde aber bei seinem Konter rechtzeitig gestoppt. Beide Dübendorfer Treffer waren durch klare defensive Fehler der Seebner entstanden. Beim ersten Tor verlor man die Scheibe an der eigenen blauen Linie. Zanzi liess sich nicht zweimal bitten. Und auch das zweite Tor war die Folge einer eher laschen Verteidigungsarbeit. Wenigstens hatte der zweite Treffer die Gastgeber etwas wachgerüttelt. Sie können es auch anders. Das bewiesen sie zwischen der 12. und 13. Spielminute bei einer doppelten Unterzahl, bei der sie geschickt verteidigten.


Etwas besser auf Touren
Seewen kam im Mitteldrittel besser auf Touren. Aber Dübendorf überzeugte mit einem guten Stellungsspiel, was es den Einheimischen erschwerte, effizient im Angriffsdrittel aufzufahren. Wie effizient Dübendorf agierte, zeigte sich auch im Boxplay. Drei Zweiminutenstrafen konnte Seewen nicht nutzen. Meier hatte wesentlich weniger zu tun, als sein Gegenüber Liechti. Viele der Schüsse gingen neben das Tor. Aber immerhin, läuferisch tat Seewen in den zweiten 20 Minuten mehr als im Startdrittel. Auch an Kampfgeist fehlte es nicht, aber die zwingenden Chancen blieben aus.
Die erste beste Chance im Schlussdrittel, die beste bisher im ganzen Spiel, erarbeiteten sich Schön und Zurkirchen nach rund sieben Minuten Spielzeit. Meier musste ernsthaft eingreifen, um die gefährliche Szene zu neutralisieren. Aus Seebner Sicht war das Schlussdrittel das beste. Endlich erinnerten sich die Stürmer, dass sie auch schiessen können. Auch einige starke Szenen vor dem gegnerischen Tor gab es zu sehen und Dübendorf kam wesentlich mehr unter Beschuss als in den beiden vorangegangenen Dritteln. Am Ende hatten die Einheimischen auch Pech, dass fast hundertprozentige Chancen nicht erfolgreich waren.


Seewen - Dübendorf 0:3 (0:2, 0:0, 0:1)
KEB Zingel, Seewen. 423 Zuschauer. - SR. Castelli; Hollenstein/Nater.
Tore: 4. Zanzi (Hebeisen, Hardmeier) 0:1. 16. (15:00) Neff (Piai) 0:2. 60. (59:24) Hardmeier 0:3 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Seewen; 5mal 2 Minuten gegen Dübendorf.
EHC Seewen: Liechti; S. Schnüriger, Kohli; R. Büeler, Kutil; Michel, Liechti; T. Büeler, Schön; Fries, Arnold, Zurkirchen; Wellinger, Noll, Tschudi; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Bettinaglio, Märchy
EHC Dübendorf: Meier; Leu, Breiter; Roth, Hebeisen; Piai, Hurter; Hauser; Widmer, Pozzorini, Puntus; Schmidli, Hardmeier, Zanzi; Neff, Schnüriger, Derder; Fehr, Röthlisberger, Pfister.
Bemerkungen: 60. Time out Seewen. 59:05 bis 59:24 Seewen ohne Liechti.