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 Den nächsten "Dreier" eingefahren


Kämpferisch und läuferisch einwandfreie Leistung des EHC Seewen.

(von Pepi Kälin)

Headcoach Malgin gab seinem Team mit auf den Weg, möglichst einfach, diszipliniert und systemgetreu dem Gegner Paroli zu bieten. Der EHC Seewen fand gut ins Spiel, aber die erste Chance der Gäste wurde gleich zum Führungstreffer ausgenutzt. Die Seebner erholten sich aber gut von diesem Rückschlag und kreierten Ausgleichschancen, so u.a. auch durch Portmann, der mit einem Schuss zentral vor dem Goal nur knapp scheiterte. Zu diesem Zeitpunkt beklagte man einmal mehr das fehlende Abschlussglück. Nach sechs und acht Minuten aber weitere Schreckmomente für Seewen, als Düdingen zuerst mit der zweiten Chance fast zum zweiten Tor kam und alsdann in einem Tohuwabohu vor dem Seewen-Kasten Rüegger ein paar Mal mirakulös retten konnte. Die folgende Strafe ging schadlos vorüber, weil das Boxplay Seewens an diesem Samstagabend bestens klappte. Mit dem Pfostenschuss Düdingens in der 14. Minute verdiente sich der Gast endgültig die knappe Führung. Ein Fehler eines Düdinger Verteidigers hinter dem Goal nützte dann aber der wirblige Diezi aus, eroberte den Puck, kurvte vors Tor und netzte aus kürzester Distanz ein.


Auch zweites Drittel recht ausgeglichen
Der Start ins zweite Drittel gestaltete sich wiederum recht ausgeglichen, wobei Seewen in der 26. Minute nach einem Abpraller in Führung gehen konnte. Dann drückte Düdingen aufs Gaspedal und hatte einige Ausgleichschancen, ausser einer Strafe für Seewen holten sie aber nichts heraus. Mit viel Einsatz und Laufbereitschaft stemmten sich die Seebner gegen diesen drohenden Ausgleich. In der 34. Minute hatte dann der EHC Seewen zwei Riesenmöglichkeiten, die aber auch ungenutzt blieben. So war dann der kurz darauffolgende Ausgleichstreffer des Freiburger Gastes doppelt bitter.


Erste Sturmlinie als Matchwinner
Gleich zu Beginn des letzten Drittels erspielte sich Düdingen ein paar Chancen. Bis dann Noll einem Gegner den Puck abluchste und genau auf Christen passte, der ins tiefe Eck traf. Der EHC Seewen powerte nunmehr weiter - vor allem die erste Linie war sich ihrer Verantwortung bewusst und brillierte. Zurkirchen und der vor rund 10 Tagen von den GCK Lions mit B-Lizenz ausgeliehene Diezi skorten nochmal und machten den Sack endgültig zu. Mit einem Hattrick war natürlich Diezi der gefeierte Mann und dieser kurzfristige Transfer ein Glücksgriff. Vor allem sein letztes Tor war ein Kabinettstücklein, als er schon abgedrängt aus spitzem Winkel doch noch traf. Trainer Thomas Zwahlen vom HC Düdingen musste neidlos anerkennen, dass sein Team "von einem starken EHC Seewen" gut unter Druck gesetzt wurde und die besseren Einzelspieler dann entscheidend beigetragen hätten, dass der Bessere an diesem Abend verdient gewann.


EHC Seewen -  HC Düdingen Bulls 5:2 (1:1, 1:1, 3:0)
KEB Zingel, Seewen. 512 Zuschauer. - SR: Jordi, Nater/Meusy.
Tore: 2. Schnegg (Hasler) 0:1; 16. Diezi (Arnold, Zurkirchen) 1:1; 26. Diezi (Arnold, Zurkirchen) 2:1; 36. Bussard (Maillard, Thom) 2:2; 42. Christen (Noll) 3:2; 44. Zurkirchen (Büeler R.) 4:2; 52. Diezi (Arnold, Zurkirchen / Ausschluss Bruni) 5:2.
Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Seewen; 2 mal 2 Minuten gegen Düdingen.
EHC Seewen: Rüegger; Schnüriger, Kohli; Büeler R., Kutil; Michel, Büeler T.; Schnyder; Diezi, Arnold, Zurkirchen; Wellinger, Noll, Christen; Steiner, Portmann, Koller; Schön, Bettinaglio, Märchy.
HC Düdingen Bulls: Gaudreault; Zwahlen, Bruni; Hayoz, Bulliard; Thom, Vouardoux; Stettler, Baeriswyl, Knutti; Maillard, Bussard, Heughebaert; Schaller, Schnegg, Hasler; Chassot, Leva, Jörg.
Bemerkungen: 14. Spielminute Pfostenschuss Düdingen