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 EHC Seewen rettet einen Punkt...


...verliert aber zwei Punkte im Penaltyschiessen.




(von Pepi Kälin)
Nach dem Effort unter der Woche auswärts gegen den in der Spitzengruppe rangierten EHC Bülach, war man gespannt auf das Spiel gegen Tabellennachbar und Aufsteiger Lyss. Der Sprung über den Playoff-Strich war in Sichtweite. Dass dieses Ziel (vorerst) nicht erreicht wurde, war einigen Unzulänglichkeiten in den ersten beiden Dritteln zuzuschreiben. Dass die Moral bei dieser EHC Seewen-Truppe aber intakt ist, bewies einmal mehr das dritte Drittel, wo wiederum richtiges Powerhockey gezeigt wurde.


Schwaches erstes Drittel
Obwohl der EHC Seewen nach den letzten positiven Resultaten eigentlich mit breiter Brust in dieses Spiel gehen konnte, passte zu Beginn nicht viel zusammen. Dem SC Lyss wurden durch einige Unkonzentriertheiten Torchancen quasi geschenkt. Ein Schuss in der 18. Minute an den Aussenpfosten war noch das Beste, was Seewen zu bieten hatte. Der Start ins zweite Drittel war ebenfalls uninspiriert und die Unzulänglichkeiten in den Seebner-Reihen fanden ihre Fortsetzung. Das Gegengoal in der 25. Minute war Beleg dafür. Dieser Weckruf schien dann aber zu wirken. Vor allem Stefan Diezi hatte einige Topchancen, um das Spiel wieder auszugleichen. Das Timeout vom SC Lyss sollte den Seewen-Lauf etwas bremsen, aber die Druckperiode ging weiter. Mitten in dieses Seewen-Feuerwerk kam der Berner-Aufsteiger zu zwei, drei gefährlichen Kontern, wo einer zur Zweitoreführung ausgenützt wurde. Bitter für den EHCS, der auch anschliessend durch eine Riesenchance von Claudio Zurkirchen nicht zum Anschlusstreffer kam.


Powerhockey im dritten Drittel
Die Seebner kamen geladen ins dritte Drittel und die Körpersprache war eine ganz andere als zu Beginn des Spieles. Die Effizienz vor dem Tor blieb aber vorerst noch als einziger Mangel. Bis zur 49. Minute, als der Anschlusstreffer - herrlich herausgespielt durch Diezi, Arnold und Jubilar Robin Büeler - doch noch fiel. Der äusserst verdiente Ausgleich resultierte dann durch einen platzierten Schuss von Captain Simon Schnüriger. Seewen powerte weiter, ohne aber nochmals zu reüssieren und kurz vor dem Sirenenton hätte beinahe der SC Lyss noch den Sack zugemacht. In der Overtime mit 3 gegen 3 Feldspieler wogte das Spiel hin und her und der wirblige Diezi auf Seiten der Seebner hatte die besten Chancen für die Siegsicherung. So war auch Trainer Malgin am Schluss hin und her gerissen, ob er über den gewonnenen Punkt zufrieden sein soll, oder sich über ein, zwei verlorene Punkte ärgern sollte?

 
EHC Seewen - SC Lyss 2:3 n.P. (0:0, 0:2, 2:0, 0:1)
KEB Zingel, Seewen. 541 Zuschauer. - SR: Castelli, Cantamessi/Buff.
Tore: 25. Gerber (Blatter) 0:1; 37. Blatter (Gerber, Wüthrich) 0:2; 49. Robin Büeler (Arnold, Diezi) 1:2; 55. Schnüriger (Zurkirchen) 2:2. 65. Siegenthaler (entscheidender Penalty) 2:3
Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Seewen; 2 mal 2 Minuten gegen Lyss.
EHC Seewen: Rüegger; Büeler R., Michel; Schnüriger, Kohli; Liechti K., Büeler T.; Diezi, Arnold, Zurkirchen; Wellinger, Noll, Christen; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Schön, Märchy.
SC Lyss: Geissbühler; Aeschlimann, Graf; Ryf, Wieszinski; Suleski, Röthlisberger; Wüthrich, Schmid; Delémont, Siegenthaler, Burgener; Von Dach, Minder, Blaser; Gerber, Blatter, Mattioni, Wolf, Balsiger, Kovac.
Bemerkungen: 31. Timeout Lyss. 65. Je 6 Penaltyschützen, wobei erfolgreich: Stefan Diezi für den EHC Seewen und Lennart Siegenthaler (zweimal) für den SC Lyss.