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 EHC Seewen verliert in Basel klar


Verdienter, aber zu hoher Sieg des EHC Basel.

(von Pepi Kälin)
Der EHC Basel wollte sich zuhause für die knappe 1:0-Niederlage vom Mittwoch vor der Saisonrekordkulisse von 1123 Zuschauern revanchieren. Dies gelang in einem diesmal torreichen Spiel eindrücklich. EHCS-Headcoach Albert Malgin hatte am Mittwoch alles richtig gemacht und sein Team bestens auf den Gegner eingestellt. So sicherlich auch in diesem Spiel, nur dass sein Gegenüber Robert Othmann die Lehren aus der Niederlage gezogen hatte, seine Analyse Früchte zeigte und ein ganz anderer EHC Basel auf dem Eis stand. Da wurde der Puck nicht mehr gross hin und her gespielt und versucht, die Tore schön herauszuspielen, sondern nicht lange gefackelt und aus allen Lagen geschossen. Viele der Tore entstanden so aus herrlichen Weitschüssen und viel Verkehr vor dem Tor. Sinnbildlich hierzu das sechste Tor der Basler, als sie das Pully gewannen und Marc Sahli mit Direktschuss sofort einnetzte oder der gleiche Spieler beim vierten Tor entschlossen alleine gegen Bryan Rüegger herrlich backhand traf. Die Seebner konnten anfänglich an die zuletzt sehr guten Leistungen anknüpfen und bis fast zur Hälfte des Spieles Paroli bieten.


Doppelschlag im zweiten Drittel entschied Partie

Ein Doppelschlag innert 18 Sekunden brach dann aber das Genick und die entfesselten Basler zogen auf 6:1 davon. Dass die Stimmung im Team und die Solidarität untereinander stimmt, zeigte der EHC Seewen dann aber im Anschluss, als man bis auf zwei Tore wieder zum Gegner aufschloss. Sicher erwähnenswert der vierte Treffer, herrlich erzielt durch Topskorer Claudio Zurkirchen, der hinter dem eigenen Tor die Scheibe in Beschlag nahm über das ganze Feld kurvte und ins hohe Eck traf. Die beiden Trainer waren sich einig, dass die Entschlossenheit und die präzisen Schüsse der Basler den klaren Ausschlag gaben. Während Malgin bedauerte, dass von seinem Team «Platz gegeben wurde für diese Schüsse», lobte sein Antipode Othmann «das komplett andere Spiel mit viel mehr Druck und Pressing seiner Mannschaft, die erstmals in dieser Saison mit 8 Toren sich belohnt hat», fand aber auch noch ein Haar in der Suppe mit «der Unkonzentriertheit nach dem klaren Vorsprung als man den Gegner wieder aufgebaut habe.» Für den EHC Seewen gilt, sich über die Weihnachtstage gut zu erholen, um dann ab Neujahr parat zu sein für die entscheidende Phase. Nächster Gegner am 4. Januar wird wiederum der EHC Basel im Zingel sein.


EHC Basel - EHC Seewen 8:4 (1:1, 5:2, 2:1)
St.Jakob Arena, Basel. 1123 Zuschauer. - SR: Graber, Amport/Blatti.
Tore: 10. Steinmann (Zwissler) 1:0, 20. Steiner (Schnüriger, Zurkirchen / Ausschluss Himelfarb) 1:1, 23. Maurer (Schir, Vogt) 2:1, 27. Hrabec (Zwissler, Himelfarb) 3:1, 28. Sahli 4:1, 32. Vogt (Rattaggi, Schir) 5:1, 32. Sahli (Kiss) 6:1, 35. Schnüriger (Scheiber) 6:2, 36. Noll (Zurkirchen) 6:3, 53. Zurkirchen (Schnüriger / Ausschluss Seiler) 6:4, 56. Seiler (Himelfarb, Rattaggi / Ausschluss Michel) 7:4, 57. Seiler (Himelfarb) 8:4.
Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen Basel; 5 mal 2 Minuten gegen Seewen
EHC Basel: Haller; Maurer, Steinmann; Hermkes Hunziker; Hagen, Gfeller; Heughebaert; Rattaggi, Vogt, Schir; Hrabec, Himelfarb, Seiler; Sahli, Kiss, Schnellmann, Valenza Alexis, Lehner, Maurenbrecher, Zwissler.
EHC Seewen: Rüegger, Schnüriger, Büeler T.; Büeler R., Michel, Kutil, Auriemma, Scheiber; Fries, Noll, Zurkirchen, Wellinger, Arnold, Diezi; Steiner, Schön, Koller; Gisler, Langenegger, Märchy.
Bemerkungen: Seewen erstmals mit dem mit B-Lizenz neuverpflichteten Riccardo Auriemma in der Verteidigung. 28. Timeout EHC Seewen; 36. Timeout EHC Basel.