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 Seewen verliert überlegenes Spiel


Seewens Yannic Noll (links) und Jonas Fries (hinten) kämpfen gegen Bülach um die Scheibe. Bild: Erhard Gick


Der EHC Seewen zeigte gestern Abend eine gute Leistung, tauchte aber gegen Bülach mit 5:6 nach Verlängerung.

Erhard Gick

Seewen bestimmte gestern Abend das Spielgeschehen während zwei Dritteln. Nach Chancen gesehen, hätten sie den Sieg in der regulären Spielzeit mehr als verdient gehabt. Die beiden Torhüter, Messerli auf der Bülacher Seite und Rüegger bei Seewen vereitelten aber so machen torgefährliche Szene. Es brauchte die Verlängerung für eine Entscheidung. Und die viel unverdient zugunsten Bülachs aus, nach einem Blackout Seewens.

Kleinlich gepfiffen, Bülach nutzt die Möglichkeiten

Im Startdrittel gab es vorerst keine zwingenden Chancen auf beiden Seiten. Die ersten Strafen, je eine gegen Bülach und eine gegen Seewen überstanden die Teams schadlos. Das Powerplay-Spiel liess auf beiden Seiten zu wünschen übrig. Es gab keine zwingenden Abschlussszenen zu sehen. In der 10. Minute setzte Seewen mit Arnold einen ersten Akzent, nach einem schnellen Zuspiel von Schön. Das 1:0 schien eine gute Ausgangslage für den weiteren Drittelsverlauf. Headschiri Castelli pfiff aber etwas kleinlich. Zweimal hob er die Hand gegen Seewen für Beinstellen, obwohl Büeler und Scheiber scheibenführend waren. Das Anschlusstor von Devaja wurde zwar nicht in Überzahl erzielt, aber nur wenige Sekunden, nachdem die Strafe Büelers abgelaufen war. Und das zweite Tor durch Halberstadt gelang dem Zürcher in Überzahl.

Rabenschwarz kam es für Seewen in der 25. Minute. Fries konnte solo vorstossen und scheiterte an der Stockschaufel von Messeli. Der von Molina ausgelöste Konter versenkte Barts im Gegenzug zum 1:3. Die Reaktion von Seewen liess aber nicht lange auf sich warten. Nach einem Pully auf der rechten Seite schob Koller die Scheibe zu Steiner und der hämmerte zum 2:3 ein. Dieser Treffer versetzte Seewen in Spiellaune. Das wohl schönste Tor erzielte Wellinger auf Pass von Arnold. Ein Querpass vor dem Tor und Wellinger versenkte eiskalt zum Ausgleich. Und 8,4 Sekunden vor Drittelsende sorgte Schnüriger für den Führungstreffer.

Zwei defensive Schwachminuten

Das letzte Drittel startete Seewen zwar gut, aber in der 44. Minute hatten die Schwyzer zwei defensive Aussetzer. Die Fehler nutze der Gegner kalt aus, zuerst durch Bucher zum Ausgleich (44.) und dann durch Walder (46.) zum Führungstreffer.

EHC Seewen - EHC Bülach  5:6 (1:2, 3:1, 1:2, 0:1) n.V.

Kunsteisbahn Zingel, Seewen. 504 Zuschauer. SR: Castelli (schlechte Spielleitung), Amport/Nater. Tore: 10. Arnold (Schön) 1:0. 15. Devaja (Barts) 1:1. 18. G. Halberstadt (Ganz) 1:2. 25. Barts (Molina) 1:3. 26. Steiner (Koller) 2:3. 39. Wellinger (Arnold Auschlüsse Fries und Devaja) 3:3. 40. (39:52) Schnüriger (Kutil) 4:3. 44. Bucher (G. Halberstadt) 4:4. 46. Walder (Ottiger) 4:5. 49. Steiner (Schön) 5:5. 62. Steinauer (Barts) 5:6. Strafen: 4-Mal 2 Minuten gegen den EHC Seewen; 2-Mal 2 Minuten gegen den EHC Bülach. EHC Seewen: Rüegger; S. Schnüriger, Scheiber; R. Büeler, Auriemma; Michel, Kutil; K. Liechti, R. Schnüriger; Fries, Noll, Zurkirchen; Wellinger, Arnold, Diezi; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Schön, Märchy. EHC Bülach: Messerli; Bartholet, Molina; Steinauer, S. Halberstadt; Thomet, Bucher; Devaja, Mettler, Barts; G. Halberstadt, Figi, Ganz; Epprecht, Ottiger, Walder; Hartmann, Steiner, Alena. Bemerkungen: Seewen ohne Christen und Langenegger (verletzt), Bettinaglio (krank), T. Büeler (Militär). 21. Mettler an Aussenpfosten. 46. Time out Seewen. 58. Kicktor Dietzi aberkannt. 58. Time out Bülach.